Der Schiffbau und die Herstellung von Offshore-Strukturen haben zunehmend Faserlaser-Schweißmaschinen übernommen, da Werften bestrebt sind, die Produktivität zu steigern und gleichzeitig Verzug sowie Nacharbeitungskosten zu senken, die mit herkömmlichen Lichtbogenschweißverfahren verbunden sind. Bei der Herstellung von Rumpfplatten erfolgt das Aufschweißen von Versteifungen auf Stahlplatten mit einer Dicke von bis zu 25 Millimetern; traditionelle Schweißverfahren erfordern hierbei mehrere Durchgänge und verursachen erheblichen Verzug, der nachträgliche Geradeziehoperationen notwendig macht. Faserlaser-Schweißmaschinen mit Leistungen von 6.000 bis 10.000 Watt führen bei Stahlplatten mit einer Dicke von 20 Millimetern vollständige Durchschweißungen in einem einzigen Durchgang mit Vorschubgeschwindigkeiten von 0,8 bis 1,2 Metern pro Minute durch; der Verzug beträgt dabei weniger als ein Zehntel Millimeter über eine Plattenbreite von zwei Metern. Die schmale Schweißnahtbreite von 3 bis 4 Millimetern, die durch das Faserlaserschweißen erzielt wird, reduziert den Zusatzwerkstoffverbrauch um 90 Prozent im Vergleich zum mehrfach durchgeführten Unterpulverschweißen, das typischerweise Nahtbreiten von 15 bis 20 Millimetern erfordert. Bei der Herstellung von Aluminiumaufbauten für Hochgeschwindigkeitsfähren und Marinefahrzeuge profitiert man von der Fähigkeit des Faserlaserschweißens, Aluminiumlegierungen der Serien 5000 und 6000 mit geringerer Porosität und verbesserten mechanischen Eigenschaften im Vergleich zum MIG-Schweißen zu verbinden. Die Porosität bei Faserlaser-geschweißtem Aluminium liegt typischerweise unter 1,5 Prozent des Schweißvolumens – dies wurde mittels radiografischer Prüfung bestätigt – im Gegensatz zu 3 bis 5 Prozent bei MIG-Schweißungen. Die Herstellung von Rohrsegmenten für bordeigene Systeme wurde durch tragbare Faserlaser-Schweißmaschinen revolutioniert, die es Schweißern ermöglichen, Rohrverbindungen in beengten Bereichen wie Maschinenräumen und Pumpenräumen auszuführen, wo herkömmliche Schweißausrüstung nicht positioniert werden kann. Eine Studie eines Schiffbaubetriebs dokumentierte nach dem Wechsel vom WIG- auf das tragbare Faserlaserschweißen eine Reduzierung der für das Rohrschweißen erforderlichen Arbeitsstunden um 60 Prozent; die Nacharbeitungsquote sank von 8 Prozent auf unter 1 Prozent der fertiggestellten Verbindungen. Kontaktieren Sie unsere Branchenspezialisten für den Schiffbau, um gemeinsam Konfigurationen von Faserlaser-Schweißmaschinen zu besprechen, die optimal auf Ihre spezifischen Anforderungen hinsichtlich Rumpf-, Aufbau- und Rohrleitungsherstellung abgestimmt sind.